Verhaltensvergleich
auf Mops- bzw.
Russell-Treffen |
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Immer wieder
wird das 'typische Mopswesen' und die Angst um dieses
in Verbindung mit der Retro-Mopszucht angesprochen.
Bisher konnte aber noch niemand genau beschreiben, was
denn genau DAS typische Mopswesen ist. |
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Allerdings
wurde einmal die besondere Friedfertigkeit des Mopses
auf Mopstreffen genannt. Das sei mit Terriern so nicht
möglich, meinte die Schreiberin. |
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Ich habe
darum einmal im Forum SuperRussells nachgefragt, wie
sich denn die Russells so auf Treffen verhalten würden. |
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Über ein
Treffen mit gemeinsamem Spaziergang fand ich folgende
Aussage:
Die Hunde verstanden sich prima und hatten ihren
Spaß. Und ihre Leute konnten in Ruhe Quatschen.
Wenn das kein entspannter Spaziergang war!
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Eine weitere
Aussage zu diesem Treffen:
Die Hunde - die sich zum Teil nicht kannten -
haben sich bestens verstanden. Klar wurde am
Anfang erstmal jeder neue Bekannte 'abgecheckt',
aber so, wie gut sozialisierte Hunde das eben tun.
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Die gleichen
Aussagen treffen Mopsbesitzer über das Verhalten ihrer
Hunde auf Mopstreffen. Aber diese sind davon überzeugt,
so etwas ginge nur bei Möpsen. |
Auf den
Bildern, die dabei zu sehen waren, liefen alle! Russells
ohne Leine.
Auf im Internet zu findenden Bildern von Mopstreffen
sieht man häufig Möpse, die an der Leine sind. Auch
kenne ich einen jungen Mopsrüden persönlich, der es sich
keinesfalls gefallen lässt, dass ein anderer Hund ihm
eine Pfote - und sei es nur spielerisch - auflegt. Da
wird er richtig ekelig. Ich weiß weiterhin einen Mops,
der sich auf eine Dogge stürzte und diese in den Schwanz
zwickte. Also gaaanz so friedfertig, wie die Möpse oft
dargestellt werden, sind sie wohl doch nicht. |
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Weitere
Aussagen von Russell-Trefflern:
Ich habe jedenfalls bis jetzt noch kein
Russelltreffen erlebt, bei dem es unter den Hunden
irgendwelche ungewöhnlichen Anzeichen von
Aggressivität gegeben hätte. Was allerdings
vorkommt ist, dass sich die Terrier als Gruppe
gegenüber fremden, plötzlich in die Gruppe
stoßenden Hunden 'zusammenrotten'. Diese
Gruppendynamik habe ich bei gemischten
Hundegruppen so noch nicht beobachtet.
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Auch auf
Mopstreffen erlebt man dieses Sichzusammenschließen
gegen dazu kommende Hunde auch. Deshalb wird auf
Mopstreffen zum Teil sogar gebeten, keine großen Hunde
mitzubringen, um das Risiko eines Unfalles zu mindern.
Es war wirklich klasse! Ich denke, man sollte das
nicht so rasseabhängig machen, denn es kommt
eigentlich immer nur auf den Besitzer und die von
ihm veranlasste Sozialisierung und Kontaktknüpfung
des Hundes an.
Ich war jetzt auch schon des Öfteren mit anderen
Russells zusammen Gassi. Es kommt gelegentlich
vor, dass zwei Rüden sich gegenseitig bissl
'anmachen' und auschecken, wer mehr zu sagen hat -
aber ich denke, das ist auch normal so. Richtige
Aggressivität habe ich dabei noch nicht erlebt.
Wie C. oben schon schrieb: Unabhängig von der
Rasse liegt es an der Sozialisierung der Hunde!
Aber die(se) Menschen sind unbelehrbar, nicht die
Hunde!
Ich war schon in der Schweiz ein absoluter Fan von
Hundefreffs und habe gerne und oft Gassirunden
organisiert. Hier in Deutschland habe ich auch
schon viele Leute mit Rüsselln und anderen netten
Hunden kennen gelernt - wir sind oft unterwegs
gewesen und es ist wirklich noch nie etwas
passiert. Wie N. schon sagte - es passiert mal,
dass sich der einen oder andere anstänkert. Aber
das kann man schnell unterbinden oder die Auslöser
kommt einfach an die Leine. Die Hunde werden von
mal zu mal lockerer und souveräner!
Ich habe, selbst wenn Russells in einem großen
Rudel laufen, so wie es bei A.H. häufig (äh,
täglich) ist, nur einmal eine kleinere Keilerei
erlebt, deren Auslöser allerdings die Unsicherheit
einer Hündin war. A. hat dies dann souverän gelöst
und dann war wieder Ruhe. Passiert ist nix, es war
nur laut. Russells (und auch anderer Terrier)
spielen oft sehr sehr laut und auch nicht wirklich
fein. Das führt oft zu Irritationen bei
Beobachtern, die dann das Schlimmste denken und
befürchten ... und so entstehen natürlich auch die
Gerüchte, dass Russells unverträgliche Irre auf
vier Beinen sind. Was natürlich immer einschließt,
dass die Hunde gut erzogen, geprägt und
sozialisiert sind. Aber ohne das kann einfach
jeder Hund sich sein eigenes Spaßprogramm
aussuchen.
Zur 'terriertypischen Geräuschkulisse' möchte ich
auch noch etwas beitragen. Meine Hündin spielt in
der Tat gerne etwas lauter. Besonders wenn es
darum geht, bei einer Verfolgungsjagd zum
Weiterlaufen zu animieren. Sie bellt zur
Spielaufforderung und macht gurgelnde, grummelnde
Knurrgeräusche. Ich nenne das dann gerne
spaßeshalber ihr 'Kriegsgebrüll'. Klingt auch
wirklich manchmal gefährlich. Davon sind nicht nur
manche Hunde (i.d.R. Nicht-Terrier) verunsichert,
auch von Haltern habe ich das eine oder andere Mal
schon missbilligende Blicke geerntet. Trifft meine
Hündin allerdings auf einen anderen Russell,
stelle ich immer wieder fest, wie ähnlich sie sich
doch in ihrem Spielverhalten inkl. Geräuschkulisse
sind.
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Auch unter
Mopsrüden kommt es hin und wieder zu einer kleinen
Stänkerei. Und das geräuschvolle Spiel kennt man auch
von Möpsen. Passieren tut da natürlich nichts.
Vermutlich wirkt das geräuschvolle Spiel der Möpse aber
auf uns Menschen viel harmloser, weil die Ausdrucksweise
von Möpsen eingeschränkt ist. Ein Mops kann seine Zähne
nicht fletschen wie ein langschnäuziger Hund. Beim Mops
sieht es für den menschlichen Betrachter höchstens
lustig aus. Und einen strengen Blick erkennt man bei
einem Mops ja kaum.
Und von meinem kleinen gemischten Mopsrudel kann ich
auch berichten, dass es auf 'Eindringlinge' oder Hunde,
die wir beim Spazierengehen treffen, erstmal gemeinsam
'losmarschieren'. Ich denke deshalb nicht, dass man
solches Verhalten speziell der Rasse Russell Terrier
zuschreiben kann. Vielmehr halte ich das für
Rudelverhalten.
Man kann die wiederholte Betonung, dass die
Sozialisierung und die Erziehung des einzelnen Hundes
wichtiger ist als die Rassezuhörigkeit, nur
unterschreiben. |
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Oftmals
können Möpse aufgrund ihrer körperlichen und
gesundheitlichen Beschränkungen nicht so, wie sie wollen
und haben darum weniger Interesse an dem, was um sie
herum geschieht. |
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Das sind die
Antworten, die ich auf meine Frage bekommen hatte.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass Russell Terrier
genauso trefftauglich sind wie Möpse. |
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Sicher ist
der Mops sehr langmütig und seine Reizschwelle liegt
meistens hoch. Das wird durch die Rückzüchtung auf den Mops
auch weitgehend beim Retro-Mops so sein. Obige
Ausführungen widerlegen meines Erachtens deutlich die
überzogenen Befürchtungen der Retro-Mopsgegner. |
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