Woher hat der Mops seinen Namen?

Im Sprachgebrauch des Barock war ein Mops ein mürrischer, verdrießlicher Mensch. Vielleicht wegen seines Gesichtsausdrucks ist dieser Name dann an dem reinlichen und sympathischen Hund hängen geblieben.  Möglicherweise hat der Name aber auch etwas mit dem niederländischen Verb "mopperen", was soviel wie brummeln bedeutet,  zu tun.

 
Die Herkunft des Mopses

Die ursprüngliche Entstehung des Mopses liegt im Dunkeln. Wahrscheinlich stammt er von kurzschnäuzigen Hunden ab, die es schon lange vor Christi Geburt in China gab. Dort gab es dann um ca. 1000 n.Chr. mopsähnliche Hunde unter dem Namen "Lo-chiang-sze" oder "Lo-sze".
Vermutlich haben holländische Händler solche Hunde auf dem Seewege mit in ihre Heimat gebracht. Von dort aus verbreitete sich der Mops im Mittelalter über ganz Europa, wo er zum Liebling des Adels, später auch des Bürgertums wurde. Leider verkam er häufig zum überfütterten Schoßhund, so dass er als fett und faul in Verruf kam.
Ein England belebte man die Mopszucht mit aus Holland und aus Russland importierten Möpsen, des weiteren mit Möpsen aus dem chinesischen Kaiserpalast.
In Deutschland waren zur Wiederbelebung der Rasse Mops Kurzhaar-Pinscher eingekreuzt worden, was zu mehr Hochbeinigkeit, strafferem Fell und einer längeren Schnauze führte.
Durch die üblichen Eng- und Inzuchtmaßnahmen scheinen diese mit Auszucht erreichten positiven Eigenschaften bei dem größten Teil der Möpse wieder verschwunden zu sein. Was also liegt näher, als dem Mops über eine von Genetikern geforderte Auszuchtmaßnahme zuverlässig  wieder zu mehr Gesundheit, Beschwerdefreiheit und Lebensqualität zu verhelfen?!!

 
Erscheinungsform Retro-Mops
 
 
Wir definieren den Retro-Mops als Mops, der über die Einzucht des  Russell Terriers und der damit einhergehenden Aufwertung des Genpools zurückgezüchtet wird zu seiner vor etwa 150 Jahren noch oft gesehenen Art.
 

Größe:

Schulterhöhe zwischen 32 und 40 cm

   

Gewicht:

7 - 10 kg

   

Körper:

Gerader, breiter nicht zu kurzer Rücken, tiefer kräftiger Brustkorb, aufgezogene Bauchlinie.

   

Fell:

Kurz, glatt und glänzend. Insgesamt bindegeweblich nicht zu lose, übermäßige Faltenbildung unerwünscht.

   

Farbe:

Alle Beigetöne, Silbergrau - Ohren und Maske, Nägel und Aalstrich möglichst dunkel. Ebenso komplett schwarze und Tiere mit Scheckung oder Stromung.

   

Kopf:

Kurze, stumpfe, möglichst quadratische Schnauze. Keinesfalls eingedrückt wirkend. Möglichst kleine Nasenfalte. Gerader Nasenrücken. Mit gut offenen Nasenlöchern im Nasenschwamm.

   

Ohren:

Relativ klein, nach vorne fallend - Knopf- oder Rosenohr.

   

Augen:

Gut im Gesichtsschädel eingebettet, rundlich bis oval in der Form. Kein Exophthalmus. Alle Brauntöne von bersteinfarben bis tiefbraun.

   

Rute:

Ringel-Rute, möglichst doppelt geringelt und schmal endend.

   

Hals:

Nicht zu kurz, keine übermäßige Wammenbildung.

   

Läufe:

Kräftig, gut unter den Körper gestellt mit guter Bodenfreiheit, schwarze Nägel.

Insgesamt soll der Hund den kräftigen aber eleganten Gesamteindruck eines fröhlichen, kleinen Begleithundes vermitteln.

 
 
Das Wesen

Anhänglichkeit, Fröhlichkeit, ein kleiner "Dickkopf" und der ausgesprochene Wille zu gefallen, sind die Grundeigenschaften des Retro-Mopses.
Häufig kann man lesen, der Mops bräuchte nicht viel Bewegung. Dazu meine ich, dass es sicherlich Möpse gibt, die aufgrund ihrer Handicaps wirklich mehr mit Luftholen und Leiden beschäftigt sind, als dass sie sich munter bewegen möchten.
Der Retro-Mops als gesunder und fitter Mops hat viel Freude an ausgiebigen Spaziergängen,  lustigen Spielen und Toben mit seinesgleichen und mit seinen Menschen.
Dabei ist er ein einfühlsamer Hund, dessen Erziehung mit Lob, Leckerlies und liebevoller Konsequenz unkompliziert ist.
Ganz besonders genießen die kleinen großen Schmuser ihre Streicheleinheiten.

   
                     
 
Aufzucht

Unsere Welpen wachsen selbstverständlich in unser zwei- und vierbeiniges Rudel integriert auf. Sie sind ständig um uns bzw. wir um sie. So lernen die Kleinen alle üblichen Lebensumstände kennen und werden gut für ihr weiteres Leben als Mitglieder ihrer neuen Familien geprägt.

Die Welpen lernen in ihrer Zeit bei uns verschiedene Futtermittel kennen, wobei unser Hauptaugenmerk auf Rohfütterung und selbst gekochten Mahlzeiten liegt.

Wir legen Wert darauf, dass unsere Welpen zu Menschen kommen, die sich Zeit für sie nehmen können und interessiert an Bewegung, Spiel und Sport mit dem Hund sind.

Die Abgabe erfolgt frühestens mit abgeschlossenen acht Lebenswochen. Die Hunde sind dann mehrfach auf Würmer kontrolliert und bei der Wurf-Vorstellung beim Tierarzt untersucht, geimpft und gechipt worden. Sie erhalten bei der Abgabe den europäischen Impfausweis, einen Abstammungsnachweis und eine Welpenmappe mit Tipps für die erste Zeit mit dem Welpen.

Für Fragen sind wir stets Ansprechpartner für unsere Welpeneltern und wir freuen uns, wenn ein guter Kontakt bestehen bleibt, damit wir wissen, was  aus unseren Welpenkindern wird.
   
Die Pflege

Es ist wichtig, täglich das Gesicht, die Augen und die Ohren zu kontrollieren und sollte es wirklich einmal nötig sein, diese mit einem feuchten weichen Tuch zu reinigen. Das Fell muss regelmäßig gebürstet werden, um abgestoßene Haare zu entfernen. Die Krallen müssen gekürzt werden, sollten sie einmal zu lang werden. Vor allem die Daumenkralle, die sich nicht auf natürliche Weise abwetzen kann. Bei manchen Hunden ist es auch notwendig, die Analdrüse zu entleeren, da durch Sekretstau Entzündungen entstehen können.

 
Die Ernährung

Ich befürworte, artgerechtes Futter für die Hunde selbst zu zu bereiten. Da weiß ich, was meine Hunde fressen. Auf der Basis einer gesunden und ausgewogenen Grundernährung kann man zwischenzeitlich ausnahmsweise auch einmal auf gutes Trockenfutter (z.B. als Leckerlis) oder eine Futterdose guter Qualität ausweichen. Menschliche Nahrung wie Leberwurstbrote, Süßigkeiten oder Speisereste für Hunde lehne ich ab.
Ausgesprochen wichtig ist, auf die schlanke Figur des Hundes zu achten. Schließlich sitzt Fett nicht nur auf den Rippen, sondern auch rund um die Organe wie Herz und Lunge und erschwert beträchtlich die Atmung.
Es ist nicht immer einfach, den herzerweichenden Bettelblicken zu widerstehen. Dem Wohlbefinden des Hundes zuliebe aber sollte man solche Betteleien gar nicht erst zum Erfolg kommen lassen.
Frisches Wasser muss immer zu Verfügung stehen.
Ich biete regelmäßig Kaustangen aus Rinderhaut an. Hin und wieder gibt es auch Stücke von Kalbs- oder Rindsknochen. Das Nagen führt dem Hund Mineralien zu und reinigt gleichzeitig die Zähne.