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Gedanken zum Mops |
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Ich kann mir, nachdem ich seit meiner Kindheit mein Leben mit Hunden
teile und nun seit über fünfzehn Jahren eigene Hunde habe, ein Leben ohne
Hunde nicht vorstellen. Der Mops ist für mich eine wunderbare
Hunderasse. Er wäre der perfekte Gesellschaftshund ... wenn diese Rasse
nicht unter so vielen Problemen zu leiden hätte.

Für viele gilt ja der Satz: Einmal Mops, immer Mops.
Leider kann ich für mich diesem Satz nicht einfach leichten Herzens
zustimmen. Nur dann, wenn ich bei einem Züchter, von dem ich überzeugt
bin, einen Mopswelpen kaufen könnte, würde ich das auch tun. Mir scheint,
dass eine der wichtigsten Voraussetzungen bei einem Züchter Ehrlichkeit
ist. Leider kann man erleben, dass von Einzelnen hinsichtlich Misständen und Fehlern gelogen und vertuscht wird und auch dass
Selbstkritik fehlt. Fundiertes Zucht- und Rassewissen scheint auch nicht
jeder Züchter zu haben.
Desweiteren sollte es natürlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass
der Züchter das Einzelwesen Welpe liebe- und verantwortungsvoll
versorgt, um ihm einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Und im
Hintergrund sollte immer das Bedürfnis des Züchters stehen, der Rasse
Mops zur Verbesserung zu verhelfen.
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Denn leider ist ja unbestritten, dass es beim
Mops viel zu viele rassetypische Krankheiten und
Probleme gibt.

Es mag für Welpeninteressenten eine gewisse
Orientierungs- und Entscheidungshilfe sein, wenn
ein Züchter in einem Verein ist. Für einen Hund
ist ein schriftlicher Abstammungsnachweis dann
von Bedeutung, wenn Zuchtabsichten bestehen.
Solche 'Vereinspapiere' sind
für keinen einzigen Hund ein Schutz vor
rassetypischen Krankheiten und Problemen und sie
garantieren auch kein fundiertes Wissen des Züchters.

Meiner Meinung nach ist das
Vereinswesen mit seinen Champions,
die immer und immer wieder zum Belegen der Hündinnen eingesetzt
werden, dafür verantwortlich, dass der Mops (wie auch andere Rassen) nun
genetisch verarmt ist. Gerade der Vereinszüchterei mit den geschlossenen
Zuchtbüchern gebe ich die Verantwortung für die große Krankheitsneigung.
Denn meines Erachtens verringert sich durch die
willkürliche, oft Moden und Launen folgende Beschränkung der zur
Zucht eingesetzten Hunde die Genvielfalt. Auch das zu starke Selektieren
auf einzelne Aussehens- oder Gesundheitsmerkmale kann dazu führen.

Ich erwarte von einem Züchter große Eigenverantwortlichkeit bei der
Auswahl der Elterntiere. Der Züchter soll alle Merkmale (Gesundheit,
Instinktsicherheit, Wesen, Fitness, Aussehen und besonders rassetypische
Probleme) beurteilen und abwägen. Und danach eine kritische Entscheidung
treffen. Er trägt eine große Verantwortung - sowohl für die Elterntiere
wie auch für die Nachzuchten. Und diese Verantwortung kann und darf er
weder an einen Verein noch an Ausstellungsbeurteilungen abgeben. Nicht
einmal auf tierärztliche Untersuchungsbescheinigungen ist
hundertprozentig Verlass. Denn zu dem Zeitpunkt, wo sie ausgestellt
werden, ist der Hund meistens noch in einem Alter, in dem sich
Erbkrankheiten oder Rasseprobleme noch nicht vollständig ausgewachsen
haben.

Dem Mopskäufer kommt ebenfalls Verantwortung zu. Auch er sollte sich
nicht pauschal auf Verein, Ausstellungsbeurteilungen oder tierärztliche
Atteste verlassen.
Die Käuferverantwortung verlangt, sich
genau über die Rasse, die typischen Rasseprobleme, den Züchter,
dessen Zuchttiere und Zuchtverhältnisse zu informieren, um zu einer
eigenständigen Beurteilung zu finden. Mit ihrem Kaufverhalten nehmen die
Mopsinteressenten Einfluss auf die Züchter.
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Wir alle – Halter, Züchter und Liebhaber – sind dem Mops
verpflichtet.
Der gesamten Rasse genauso wie dem Einzeltier. |
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Ein paar
weitere Gedanken
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Leider ist es unbestritten, dass viele Möpse Probleme haben. Einen
Mops zu bekommen, der unter keinerlei rassetypischen Beschwerden zu
leiden hat, ist bedauerlicherweise nicht selbstverständlich. Will
man also einem Mops ein Zuhause geben, muss man auch bereit sein,
diesen im Falle eines Falles bestmöglich zu versorgen und ihn mit
Beeinträchtigungen, die nicht zu beheben sind, anzunehmen, wie er
ist.

Eine Besonderheit des Mopses, die nicht unbedingt problematisch ist,
ist seine Eigenheit, ständig Geräusche zu produzieren. Beim Atmen, beim Schlafen, beim Spielen, vor
Aufregung etc. Der eine weniger, der andere mehr. Ich finde diese
Geräusche an sich nicht störend. Wenn ich aber an die Anormalität
der Atemwege denke, durch die diese Geräusche hervorrufen werden und
weiter an die
Beschwerden und Leiden, die aus diesen Anormalien häufig folgen,
dann gefallen mir diese Mopsgeräusche nicht. Wer
sich einen Hund wünscht, der geräuschlos atmet, für den ist
ein Mops sicherlich nicht die richtige Hunderasse.

Inzwischen bin ich dahin gekommen, meine Liebe zur Rasse Mops zu
beweisen, indem ich die rosarote Brille absetzte und aufgehört habe,
kritiklos alte Lobeshymnen auf diese Rasse mitzusingen.
Ich wünschte mir, jeder Mopsfan würde für die geliebten
Hunde nachdrücklich Gesundheit und Beschwerdefreiheit einfordern und
diesem Wunsch mit seinem eigenen Verhalten auch Nachdruck verleihen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass selbst zubereitetes Futter
gekauften Fertigprodukten vorzuziehen ist. Da weiß ich, was meine
Hunde fressen. Ich habe auch festgestellt, dass die Möpse mit
Frischfutter weit weniger haaren und viel besser riechen. Pupse
kennen wir kaum. Bei Vampy ist sogar im Laufe der Zeit der Zahnstein
beträchtlich zurück gegangen.

Der Halter muss unbedingt darauf achten, dass sein Mops schlank ist
und bleibt. Denn das Fett sitzt ja nicht nur außen auf den Rippen,
sondern auch am Herz und an der Lunge und erschwert dadurch die
Atmung. Ich kann nur raten, ausgiebige und regelmäßige Spaziergänge
mit dem Mops zu machen. Denn die Möpse lieben die Gassirunden und
sind in der Lage, mehrere Stunden zu wandern, so sie denn
Bewegung gewohnt sind. Und dann schlagen auch schöne Futterportionen
nicht an. |
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