Mopsbande Retro-Mops Zucht IG Mops Blog Forum Links Gästebuch Impressum
   
  Vampy
  Sparky
  Attaché
  Piroschka
  Vroni
  Black Betty
  Jumana
  In Erinnerung
  Heimat
  Mopslaufbahn
  Gedanken
  Bitte
  Poesie
  Ehrengäste
  Mopsbande
in 2011
   
Eine Bitte an alle Hundehalter
Ich finde, es sollte für jeden Hundebesitzer eine Selbstverständlichkeit sein, dass sein Vierbeiner keine Tretminen hinterlässt. Deshalb entferne ich diese Hinterlassenschaften von allen Straßen und Wegen, in geschlossenen Ortschaften sowieso. Sollte sich einer meiner Hunde einmal auf einer Wiese erleichtern, die gemäht wird, lasse ich auch da das kleine Ärgernis nicht liegen. Ich habe schon gehört, dass Kühe eine ganze Wagenladung frisch gemähten Futters verschmähten, weil dieses mit Hundekot verunreinigt gewesen war.

Ich habe immer diese kleinen Brotzeittüten aus Kunststoff bei mir. Damit lassen sich die Häufchen problemlos und sauber aufnehmen, danach zugeknotet und im Mülleimer entsorgt. Fertig, so einfach ist das.

Würde jeder Hundebesitzer so handeln, würden wir alle bald in anderem Licht da stehen.

Danke
 
 
Weitere Informationen:

Die Bedeutung von Neospora caninum als Abortauslöser in Europa ist bislang ungeklärt. Aufgrund der Situation in den USA gab es in jüngerer Zeit aber auch in Europa erhebliche Unruhe unter den Rinderzüchtern. Vor allem das Freilaufen von Hunden auf Weiden wird von Rinderzüchtern sehr kritisch angesehen, allerdings spielen Hunde für die Übertragung des Erregers auf das Rind kaum eine Rolle.

Quelle
 
Dieser vertikale Übertragungsweg ist sehr effizient und sichert N. caninum für mehrere Rindergenerationen das Überleben in einer einmal infizierten Zuchtlinie. Von Endwirten ausgehende Futterkontaminationen mit N. caninum-Oozysten gelten als wichtigste Infektionsquelle, über die N. caninum horizontal in den Bestand eingetragen oder dort von einer Rinderzuchtlinie auf andere übertragen werden kann. Hunde sind die einzigen bekannten Endwirte in Europa, die über ihren Kot N. caninum-Oozysten ausscheiden können. Risikofaktorstudien deuten darauf, dass vor allem Hofhunde in Rinder-haltenden Betrieben eine entscheidende Rolle bei der horizontalen Verbreitung der Infektion spielen. Andere Hunde scheiden nur sehr selten N. caninum-Oozysten aus, so dass ihre Bedeutung im Infektionsgeschehen nur gering sein dürfte.

Quelle
 
Gegenbeweis zur Panikmache um Neosporose als Verursacher von Rindertod durch Hundekot:

Von Prof. Dr. H. Mehlhorn (Institut für Parasitologie Uni Düsseldorf ) sowie Prof. Dr. A.O. Heydorn und Prof. Dr. E. Schein (Institut für Vet. Parasitologie FU Berlin)

In jüngster Zeit wurden Bauern durch aufgebauschte Presseberichte, aber auch durch Aktionen von Bauernverbänden verunsichert. Ausgangspunkt ist, dass der Neospora caninum genannte parasitische Einzeller (im Kot von Hunden) angeblich für ungefähr ein Drittel aller Rinderaborte verantwortlich ist - eine generelle Zunahme der Aborte wurde zudem nicht nur zwischen den Zeilen angedeutet.

Die wissenschaftlich gesicherten Ergebnisse zeigen bei nüchterner Bewertung aber, dass kein Anlass zur Panik gegeben ist und dass erst recht kein Grund für eine Verteufelung von Hunden und insbesondere derer der Spaziergänger besteht.

Die folgenden Fakten sind zu betrachten:

1. Richtig ist, dass im Hundekot ein Einzeller ausgeschieden wird, der von Heydorn 1973 beschrieben und später von Dubey Neospora caninum genannt wurde. Dieser Erreger führt bei gesunden Tieren (Rind, Ziege, Maus, Ratte, Hund) aber zu keinerlei Krankheitssymptomen. Krankheitssymptome kann man nur erzeugen, wenn die Tiere experimentell vor der Infektion mit Cortison etc. vorbehandelt werden, was zu einer Schwächung des Immunsystems führt.

2. Nicht einmal erwiesen ist, dass Hunde, die serologisch positiv sind, auch ausgeschieden haben. Sie könnten auch nur selbst Träger des Parasiten sein und somit Antikörper produzieren.

3. Richtig ist, dass bei gesunden Kühen häufig sog. Antikörper gegen diesen Einzeller nachgewiesen werden können. Diese Antikörper finden sich in Australien in bis zu 20% der Kühe, in Deutschland oft bei 5% der Tiere. Dies bedeutet aber nicht unbedingt, daß der Parasit auch noch anwesend ist.

4. Richtig ist, dass bei einer Anzahl von abgetöteten oder krank geborenen Foeten von Rindern und (noch seltener) von Hunden Stadien von Neospora nachgewiesen wurden.

5. Falsch ist, dass dieses Auffinden von Parasiten der endgültige Beweis ist, dass die Parasiten die tatsächliche oder alleinige Ursache für den Abort sind. Der wissenschaftliche Beweis, dass Neospora für sich alleine Aborte auslöst, wurde bisher nicht erbracht. Die Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe (Autoren Dr. S. Schmidt, Dr. Zioleck, Dr. S. Grundlach) hat allein 17 Gründe für Rinderaborte aufgelistet, die auf Infektionen zurückgehen - weitere existieren sicher auf Grund genetischer Zuchtfaktoren oder Stoffwechselerkrankungen. Diese anderen möglichen Ursachen wurden bei den Untersuchungen der abortierten Föten nicht oder nicht vollständig ausgeschlossen. Es ist bei der Sachlage der geringgradigen Vermehrung von Neospora in gesunden Tieren offenkundig, dass sich Neospora als "Trittfahrer" in kranken Föten ausbreitet. Dies wird auch dadurch belegt, dass z.B. in Australien bei Herden mit 20-prozentiger Durchseuchung mit Neospora zum Teil überhaupt keine Aborte auftraten.

6. Richtig ist, dass Hunde Dauerstadien von Neospora im Kot ausscheiden, dies aber nur sehr kurz und in sehr geringem Maße und auch nur, wenn sie rohes (= ungekochtes, nicht tiefgefrorenes) erregerhaltiges Fleisch gefressen haben. Dies ist beim typischen "chappi-ernährten" Hund der Spaziergänger nicht der Fall. Auch die früher noch praktizierte Hausschlachtung auf Bauernhöfen, bei der etwas "Rohes" für die Hofhunde "abfallen" konnte, ist heute extrem selten. Darüber hinaus sind die Parasiten selbst in befallenen Tieren extrem rar, so dass ein Übertragungsrisiko gering ist.

Die Übertragung der - nach unserer Meinung - für gesunde Tiere ungefährlichen Neospora-Stadien erfolgt somit im wesentlichen von der Kuh aufs Kalb. Sofern überhaupt Hunde in nennenswertem Maße an der Verbreitung beteiligt sind, so sind es die Hunde der Bauern selbst - sofern sie mit rohem Fleisch ernährt werden. Zu einer Verteufelung von Spaziergängerhunden besteht somit absolut keine Veranlassung. Die in einigen Presseberichten hervorgehobene Zunahme von N. caninum-verursachten Aborten ist völlig widersinnig, da Hunde heute viel seltener mit rohem Fleisch gefüttert werden als früher. Falls dennoch die Zunahme richtig wäre, würde dies die Unschuld des Hundes beweisen.

Quelle
 

 

 
  Es ist nicht erlaubt, von dieser Webpräsenz Bilder, Texte oder sonstiges abzuspeichern, zu kopieren bzw. in irgendeiner Weise zu verwenden.
Monika Katzer + Türkenfelder Str. 17 + 86922 Pflaumdorf + Tel.: 08193/6833 + monika.katzer@freenet.de