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Eine Bitte
an alle Hundehalter |
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Ich finde, es sollte für jeden Hundebesitzer eine
Selbstverständlichkeit sein,
dass sein Vierbeiner keine Tretminen hinterlässt.
Deshalb entferne ich diese Hinterlassenschaften von allen Straßen
und Wegen,
in geschlossenen Ortschaften sowieso. Sollte sich einer meiner Hunde
einmal
auf einer Wiese erleichtern, die gemäht wird, lasse ich auch da das
kleine
Ärgernis nicht liegen. Ich habe schon gehört, dass Kühe eine ganze
Wagenladung frisch gemähten Futters verschmähten, weil dieses mit
Hundekot verunreinigt gewesen war.

Ich habe immer diese kleinen Brotzeittüten aus Kunststoff bei mir.
Damit lassen sich die Häufchen problemlos und sauber aufnehmen,
danach zugeknotet
und im Mülleimer entsorgt. Fertig, so einfach ist das.

Würde jeder Hundebesitzer so handeln, würden wir alle bald in
anderem Licht da stehen.

Danke
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Weitere
Informationen:

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Die
Bedeutung von Neospora caninum als Abortauslöser
in Europa ist bislang ungeklärt. Aufgrund der
Situation in den USA gab es in jüngerer Zeit
aber auch in Europa erhebliche Unruhe unter den
Rinderzüchtern. Vor allem das Freilaufen von
Hunden auf Weiden wird von Rinderzüchtern sehr
kritisch angesehen, allerdings spielen Hunde für
die Übertragung des Erregers auf das Rind kaum
eine Rolle.

Quelle |
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Dieser
vertikale Übertragungsweg ist sehr effizient und
sichert N. caninum für mehrere
Rindergenerationen das Überleben in einer einmal
infizierten Zuchtlinie. Von Endwirten ausgehende
Futterkontaminationen mit N. caninum-Oozysten
gelten als wichtigste Infektionsquelle, über die
N. caninum horizontal in den Bestand eingetragen
oder dort von einer Rinderzuchtlinie auf andere
übertragen werden kann. Hunde sind die einzigen
bekannten Endwirte in Europa, die über ihren Kot
N. caninum-Oozysten ausscheiden können.
Risikofaktorstudien deuten darauf, dass vor
allem Hofhunde in Rinder-haltenden Betrieben
eine entscheidende Rolle bei der horizontalen
Verbreitung der Infektion spielen. Andere Hunde
scheiden nur sehr selten N. caninum-Oozysten
aus, so dass ihre Bedeutung im
Infektionsgeschehen nur gering sein dürfte.

Quelle |
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Gegenbeweis zur Panikmache um Neosporose als
Verursacher von Rindertod durch Hundekot:

Von
Prof. Dr. H. Mehlhorn (Institut für
Parasitologie Uni Düsseldorf ) sowie Prof. Dr.
A.O. Heydorn und Prof. Dr. E. Schein (Institut
für Vet. Parasitologie FU Berlin)

In jüngster Zeit wurden Bauern durch
aufgebauschte Presseberichte, aber auch durch
Aktionen von Bauernverbänden verunsichert.
Ausgangspunkt ist, dass der Neospora caninum
genannte parasitische Einzeller (im Kot von
Hunden) angeblich für ungefähr ein Drittel aller
Rinderaborte verantwortlich ist - eine generelle
Zunahme der Aborte wurde zudem nicht nur
zwischen den Zeilen angedeutet.

Die wissenschaftlich gesicherten Ergebnisse
zeigen bei nüchterner Bewertung aber, dass kein
Anlass zur Panik gegeben ist und dass erst recht
kein Grund für eine Verteufelung von Hunden und
insbesondere derer der Spaziergänger besteht.

Die folgenden Fakten sind zu betrachten:

1. Richtig ist, dass im Hundekot ein Einzeller
ausgeschieden wird, der von Heydorn 1973
beschrieben und später von Dubey Neospora
caninum genannt wurde. Dieser Erreger führt bei
gesunden Tieren (Rind, Ziege, Maus, Ratte, Hund)
aber zu keinerlei Krankheitssymptomen.
Krankheitssymptome kann man nur erzeugen, wenn
die Tiere experimentell vor der Infektion mit
Cortison etc. vorbehandelt werden, was zu einer
Schwächung des Immunsystems führt.

2. Nicht einmal erwiesen ist, dass Hunde, die
serologisch positiv sind, auch ausgeschieden
haben. Sie könnten auch nur selbst Träger des
Parasiten sein und somit Antikörper produzieren.

3. Richtig ist, dass bei gesunden Kühen häufig
sog. Antikörper gegen diesen Einzeller
nachgewiesen werden können. Diese Antikörper
finden sich in Australien in bis zu 20% der
Kühe, in Deutschland oft bei 5% der Tiere. Dies
bedeutet aber nicht unbedingt, daß der Parasit
auch noch anwesend ist.

4. Richtig ist, dass bei einer Anzahl von
abgetöteten oder krank geborenen Foeten von
Rindern und (noch seltener) von Hunden Stadien
von Neospora nachgewiesen wurden.

5. Falsch ist, dass dieses Auffinden von
Parasiten der endgültige Beweis ist, dass die
Parasiten die tatsächliche oder alleinige
Ursache für den Abort sind. Der
wissenschaftliche Beweis, dass Neospora für sich
alleine Aborte auslöst, wurde bisher nicht
erbracht. Die Landwirtschaftskammer
Westfalen-Lippe (Autoren Dr. S. Schmidt, Dr.
Zioleck, Dr. S. Grundlach) hat allein 17 Gründe
für Rinderaborte aufgelistet, die auf
Infektionen zurückgehen - weitere existieren
sicher auf Grund genetischer Zuchtfaktoren oder
Stoffwechselerkrankungen. Diese anderen
möglichen Ursachen wurden bei den Untersuchungen
der abortierten Föten nicht oder nicht
vollständig ausgeschlossen. Es ist bei der
Sachlage der geringgradigen Vermehrung von
Neospora in gesunden Tieren offenkundig, dass
sich Neospora als "Trittfahrer" in kranken Föten
ausbreitet. Dies wird auch dadurch belegt, dass
z.B. in Australien bei Herden mit 20-prozentiger
Durchseuchung mit Neospora zum Teil überhaupt
keine Aborte auftraten.

6. Richtig ist, dass Hunde Dauerstadien von
Neospora im Kot ausscheiden, dies aber nur sehr
kurz und in sehr geringem Maße und auch nur,
wenn sie rohes (= ungekochtes, nicht
tiefgefrorenes) erregerhaltiges Fleisch
gefressen haben. Dies ist beim typischen "chappi-ernährten"
Hund der Spaziergänger nicht der Fall. Auch die
früher noch praktizierte Hausschlachtung auf
Bauernhöfen, bei der etwas "Rohes" für die
Hofhunde "abfallen" konnte, ist heute extrem
selten. Darüber hinaus sind die Parasiten selbst
in befallenen Tieren extrem rar, so dass ein
Übertragungsrisiko gering ist.

Die Übertragung der - nach unserer Meinung - für
gesunde Tiere ungefährlichen Neospora-Stadien
erfolgt somit im wesentlichen von der Kuh aufs
Kalb. Sofern überhaupt Hunde in nennenswertem
Maße an der Verbreitung beteiligt sind, so sind
es die Hunde der Bauern selbst - sofern sie mit
rohem Fleisch ernährt werden. Zu einer
Verteufelung von Spaziergängerhunden besteht
somit absolut keine Veranlassung. Die in einigen
Presseberichten hervorgehobene Zunahme von N.
caninum-verursachten Aborten ist völlig
widersinnig, da Hunde heute viel seltener mit
rohem Fleisch gefüttert werden als früher. Falls
dennoch die Zunahme richtig wäre, würde dies die
Unschuld des Hundes beweisen.

Quelle |
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